Blokster.de über Medien, Konsum, und doch tatsächlich passiertes

Timoresen in der Hauptstadt Dili zelebrieren in Ihrem traditionellen Dress den Jahrestag, der Unabhängigkeit von Timor Leste.
(c) Flickr, United Nations Photo, Creative Commons

… sagt zumindest Angus T. Jones alias Jake Harper (350.000 Dollar pro Episode) in einem Interview mit der Forerunner Christian Church. Wörtlich liest sich das ganze so (lässt sich im oberen Video Clip ab 7:30 Minute nachhhören):

“If you watch Two and a Half Men, please stop watching ‘Two and a Half Men.’ I’m on Two and a Half Men and I don’t want to be on it.”

“Please stop watching it and filling your head with filth. People say it’s just entertainment. Do some research on the effects of television and your brain, and I promise you you’ll have a decision to make when it comes to television and especially with what you watch on television … it’s bad news.”

“If I am doing any harm, I don’t want to be here. I don’t want to be contributing to the enemy’s plan … You cannot be a true God-fearing person and be on a television show like that. I know I can’t. I’m not OK with what I’m learning, what the bible says and being on that television show.”

Bleibt die Frage, seit wann er so denkt: Seit Charlie Sheen draussen und Ashton Kutcher drinne ist? Er den Glauben zu Gott gefunden hat? Er trotz der letzten Gehaltserhöhung noch immer nicht soviel Kohle bekommt, wie die beiden “Men”, Kutcher (ca. 900.000 Episode) und Jon Cryer (ca. 650.000 Dollar pro Episode)? Oder schon immer? [via Serien-Load]


Zugegeben, ich glaube nicht, daß das Ergebnis dieser “Studie”, die bei der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Copenhagen Business School entstanden ist, so überraschend kommt: Nach der Schließung von MegaUpload (Megavideo) im Januar 2012 sind die Einnahmen von Kinofilmen spürbar zurückgegangen. Mal abgesehen bei Blockbuster Produktionen, die waren natürlich auch weiterhin Kassenschlager. Jetzt kann man das Ergebnis unterschiedlich ergründen: Es ist schon gut möglich, daß zwischen dem Megaupload Bust und den Ticket-erlösen ein Zusammenhang besteht. Virales Marketing, also Mund-zu-Mund Propaganda war schon immer ein starkes Instrument. Allerdings kann man aber auch die These aufstellen, daß der in Hollywood produzierte Einheitsbrei von jedem Kinofan in unterschiedlichsten Schauspieler Konstellationen schon mindestens 50 Mal gesehen wurde, und ein 51. Mal King of Queens Star Kevin James dabei zuzusehen, wie dieser sich auf der großen Leinwand zum Affen macht, gegen Glasscheiben rennt, gegen Bäüme knallt oder sich ein auf die Fresse hauen lässt, kann, muss aber nicht unbedingt sein.

Laut den Autoren Christian Peukert und Jörg Claussen seien die Einnahmen vieler Kinofilme seit Januar 2012, dem Zeitpunkt der Schließung von Megaupload, messbar zurückgegangen. Lediglich große Blockbuster-Produktionen seien nicht von dem Effekt betroffen gewesen. 1344 Filme in 49 Ländern wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren beobachtet. Die Forscher vermuten, dass durch den Stopp des Filehosting-Dienstes die für kleinere Filmproduktionen essentielle Mundpropaganda seltener geworden sei, während das Blockbuster-Kino von teuren Marketingkampagnen profitiert.

Unerwarteter Effekt durch Filesharing – Filmumsätze seit Megaupload-Aus gesunken” [Sueddeutsche]


Die Ex-Bandmitglieder von TIC TAC TOE singen für Sixt ihren größten Scheiße-Hit, der natürlich verdammt scheiße rüberkommt und letzten Endes irgendwie eine Aktion .. naja … für den Ar… ist? Viral auf alle Fälle – insbesondere wenn man dann noch Wallpaper Werbung bei BILD.de schaltet.

(Könnt Ihr Euch das vorstellen? Meine damalige Deutschlehrerin vor gut und gerne +15 Jahren hatte doch damals wirklich von uns gefordert, “Interpretationen über die Lieder von TIC TAC TOE” zu schreiben? Das waren unsre Klassenarbeiten! Schöne scheiße.)


Was macht man mit Callcenter Agenten, die nicht spurten? Oder Fehler machen? Richtig! Man versohlt Ihnen den Arsch – und schmiert denen anschliessend am besten noch mit der Tastatur rechts und Links eine – oder so in der Art. Zumindest kursiert ein (nennen wir es mal) “böses Gerücht”, wonach es bei der Telekom Tochter T-Mobile in den USA zu “Vorfällen” gekommen ist, die als “Psycho Terror” in den Medien tituliert werden. Von SPON:

“Grundlage ist ein Dossier, das Schröder in den vergangenen Monaten zusammen mit dem Boss der US-Kommunikationsgewerkschaft (CWA), Larry Cohen, erarbeitet hat. Darin sind zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen Mitarbeiterrechte bei der Telekom- Handytochter T-Mobile USA eklatant verletzt wurden. So mussten Callcenter- Mitarbeiter etwa als sichtbares Zeichen ihres Versagens Eselsmützen tragen oder Strafarbeiten schreiben, wenn sie ihre Leistungsvorgaben nicht erfüllten. Auch willkürliche Kündigungen sind dokumentiert..”


Kim Dotcom twitterte vorgestern, “Lawyers opinion: “We can sue the US govt or MPAA members for $2.6 billion in damages for the destruction of your businesses.” (Oder die deutsche Übersetzung per Golem) “Ein Anwalt meint: Wir können die US-Regierung und die MPAA wegen der Zerstörung unseres Unternehmens auf Schadensersatz in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar verklagen.” Na das kann ja lustig werden.


Nächsten 5 Posts »