Soso. Christian Wulff soll damals für eine Schülersprecherwahl mit Schokolade, und After Eight Stimmen gekauft haben
Zugegeben sei mal dahin gestellt, ob das so wirklich stimmt. Aber wenn ja, dann ist das schon ein richtig dicker Hund. Die dänische Zeitung Morgenavisen Jyllands-Posten veröffentlichte in einer Ausgabe Ende Januar ein Portrait über unseren amtierenden Bundespräsidenten Christian Wulff, für den verdammt tief gegraben wurde. Bis in die Schulzeit zurück. Unter anderem wurden auch ehemaliger Mitschüler von Wulff an der Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium befragt. Einer davon Hermann Schmidtendorf. Drei Jahre älter als Wulff, und Schülersprecher bis er (also Hermann) sein Abitur machte.
Christian Wulff war einer der Kandidaten, die seine Nachfolge antreten wollten. Und allem Anschein nach wusste Wulff schon damals ganz genau, wie man Stimmen in der Unter-, Mittel- und Oberstufe sammeln konnte, um sich den Traum — einmal im Leben Schülersprecher zu sein – erfüllen konnte Na? Wie wohl? Genau. Mit After-Eight Schokolädchen oder Heiermännern.
Hier der relevante Snippet, von Euractiv:
Als Schmidtendorf 1975 Arbitur machte, sollte ein neuer Schülersprecher gewählt werden. Christian Wulff hatte sich als Kandidat für die Schülerunion, die aus jungen CDU-Mitgliedern bestand, aufgestellt. An dessen Slogan erinnert sich Schmidtendorf immer noch: “Sachliche Politik statt Klassenkampf”. ”Aber ganz so sachlich, wie er behauptete, waren seine politischen Methoden nicht. Während des Wahlkampfes hat er After-Eight-Schokolade unter den jüngsten Schülern verteilt. Die Schüler der mittleren Stufe, in der 8., 9. und 10. Klassen, haben zwei D-Mark und die Schüler in der Oberstufe fünf D-Mark pro Kopf bekommen, wenn sie versprochen haben, ihre Stimmen dem Wulff zu geben. Seit dem habe ich ihn immer den After-Eight-Politiker genannt.
Und weiter:
“Doch, das passte ja gar nicht zu dem Bild, das wir von ihm hatten: einem Jungen, der neben der Schule arbeiten und daheim im Haushalt mithelfen musste. Theoretisch muss ihn das Ganze mehr als 2.000 D-Mark gekostet haben. Das war damals eine Menge Geld – und wahrscheinlich unversteuert, denn ich kann mir ja gar nicht vorstellen, das dieses Geld aus einer Parteikasse kam”, hinterfragt Schmidtendorf
Zugegeben, wieviel Wahrheitsgehalt da wirklich drinne steckt sei mal offen. Vielleicht ist da jemand neidisch auf Wulff. Vielleicht irgendjemand, dem Wulff irgendwann eimal die Freundin ausgepannt hatte (aber selbst das wäre weit hergeholt). Vielleicht ist die Geschichte aber auch eine wahre, und nichts für die Gebrüder Grimm, sondern eine für Wikipedia. Vielleicht.
Das ganze lässt sich auch im Original nachlesen. Dafür sollte man dann aber dänisch können. (via Kotzendes Einhorn & Blah)
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Schlagwörter: Bestechung, Christian Wulff
Geblogged am 06 Feb 2012
Eine Passauer Rektorin hat durchgesetzt, daß Schüler und Schülerinnen in Ihrem Revier nicht mehr “Tschüss” oder “Hallo” sagen dürfen.
Anstelle dessen sollen diese jetzt gefälligst mit “Grüß Gott”, oder “Auf Wiedersehen” grüßen oder Lebewohl-sagen. SPON berichtet:
Tschüs, Tschüs! An einer Passauer Schule steht der norddeutsche Gruß auf dem Index – genauso wie das eigentlich recht neutrale “Hallo”. Denn für Rektorin Petra Seibert sind beides Reizwörter, beides empfindet sie als unhöflich und hat daher ab sofort ihre Schule zur “Hallo- und Tschüs-freien Zone” erklärt.
“Wir bemühen uns, ohne diese beiden Grußformeln in unserem Haus auszukommen”, verkündet ein Aushang in der Mittelschule St. Nikola. “Über ein ‘Grüß Gott’ und ein freundliches ‘Auf Wiedersehen’ freuen wir uns jedoch jederzeit.” Nichtbayern mögen sich über diese Regelung wundern, vor allem darüber, dass ihr täglicher Gruß als unhöflich angesehen wird – im Freistaat bleibt der große Proteststurm aus.
Soweit ich das verstanden habe, dürfen die Kids allerdings weiterhin fluchen: Was eine gequirrlte Scheiße?! Zum Beispiel.
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Schlagwörter: Recht und Ordnung, Schule
Geblogged am 06 Feb 2012
Hihihi. FC-Köln Euro in einem Ehrenfelder Supermarkt aufgetaucht.
Das FC-Falschgeld tauchte in einem Ehrenfelder Supermarkt auf. Jenny Euskirchen (33), Kassiererin im „Kaufland“ an der Venloer Straße, bemerkte den Euro in ihrem Portemonnaie, nachdem sie an ihrem eigenen Arbeitsplatz eingekauft hatte.
Die Besitzerin der Münze schildert ihren ersten Eindruck so: „Ich dachte zunächst, es handelt sich vielleicht um eine wertvolle Sonderprägung.“ Davon hätte man mal was gehört: „Es gibt keine offizielle Prägung mit dem Logo des 1. FC Köln“, versichert denn auch Magnus Mäkelä, Sprecher der Deutschen Bundesbank.
Niemand weiß wer das war, und wieviel Stunden Arbeit das gedauert haben dürfte, diesen Euro zusammen zu pfeilen, pressen oder wie auch immer der das gemacht hat. Aber es muss ein verdammt großer FC-Köln Fan gewesen sein. Soviel steht fest. [Express]
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Schlagwörter: Euro, Falschgeld
Geblogged am 06 Feb 2012
Bundeskuchenminister. Karl-Theodor zu Guttenberg’s Webseite gehackt.
Irgendjemand, die Medien sprechen von “Unbekannten (Netzaktivisten) die sich einen Spaß erlaubt haben”, hat die Webseite von unserem einstigen Bundesminister und Neu-Netz Beauftragten der EU für freies Internet, Karl Theodor zu Guttenberg, gehackt. Anstelle des gewöhnlichen “Über mich” Kladeratsch gab’s auf zuguttenberg.de (gerade offline) ein Profil-Photo inklusive Sahnetorte sowie die Bekanntmachung jetzt der neue Kuchenminister des Landes zu sein.
“Mit Freude geben wir bekannt, dass Karl-Theodor zu Guttenberg am heutigen Tag zum Bundeskuchenminister ernannt wurde. Als Bundeskuchenminister ist es meine Aufgabe, die Kuchengesetze der Bundesrepublik Deutschland zu wahren und dafür zu sorgen, dass wir auch weiterhin in Frieden essen können”.
Ob das im Fall von Gutti jetzt so witzig ist, weiß ich nicht. Bei Heveling war es das. Zugegeben. [Augsburger Allgemeine, Youtubelink]
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Schlagwörter: Hack, Karl Theodor zu Guttenberg, Politik
Geblogged am 06 Feb 2012
Die Simpsons nun auch im Iran verboten
Nach die iranische Polizei schon Barbie & Ken Puppen anfang des Jahres verboten hatte (vielleicht weil man die nackig ausziehen konnte) wurden jetzt auch die Simpsons Figuren verboten. Barbie und Ken wurden übrigens iranisiert. Rechts auf dem Bild. Die lassen sich wahrscheinlich nicht mehr nackig machen. Der Focus berichtet über den Simpsons-Putsch, der ohne Angaben von Gründen erfolgte. Aber aus dem Westen kommt bekanntlich eh sehr viel böses. Von daher:
Karriere-Aus für „Die Simpsons“ im Iran: Erst wurde Barbie aus den Spielzeuggeschäften verbannt, nun gilt auch für Simpsons-Figuren ein Verkaufsverbot. Die Puppen der erfolgreichen US-Zeichentrickserie dürften nicht mehr die Ladenregale im Iran füllen, meldete die Tageszeitung „Sharq“ am Montag unter Berufung auf das staatliche Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern. Der Iran wolle weder das Spielzeug noch die Filme, sagte Mohammed-Hossein Farjou vom Institut. Gründe nannte er nicht. Superman und Spiderman dürfen dagegen bleiben. Sie unterstützten die Unterdrückten, sagte Farjou.
“Kulturkrieg: Verbot von „Die Simpsons“ im Iran” (via serienload)
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Schlagwörter: Die Simpsons, Iran, Verbot, Zensur
Geblogged am 06 Feb 2012
“Bestell 10 Zeitarbeiter. Bekomm 4 davon frei Haus. Für 3,50 Euro die Stunde!”
Sina, eine Unternehmerin, schreibt gerade in Ihrem Blog Manomama über eine eMail, die Ihr ein Mitarbeiter vorwarnend zukommen hat lassen. Es dreht sich alles um Zeitarbeit (genau DIE Zeitarbeit, die aktuell für so toll-geschönte Arbeitslozenzahlen in Deutschland verantwortlich ist) und einen Herren, nennen wir Ihn mal Herr XXX, der “wie auf einem Sklavenmarkt, Zeitarbeiter zu Dumping-Löhnen anpreist”. Die eMail:
„Hi Sina, folgendes:
ein Herr XXX von der Zeitarbeitsfirma XXX – Ostdeutschland wollte dir ein Sonderangebot unterbreiten. Dass, (hat er wirklich so gesagt) wenn du jetzt 10 Langzeitarbeitslose bestellst, du nur 6 zahlst und pro Arbeiter geringe Kosten von nur 3,50€/h hast. Diese Kondition wurde extra erst kürzlich mit der Bundesagentur für Arbeit verhandelt und das Angebot kann er Dir jetzt machen, weil er es deutschlandweit anbieten kann. Ich habe ihn natürlich darauf hingewiesen, dass dein Interesse hinsichtlich Zeitarbeit äußerst gering ausfällt, doch er besteht ausdrücklich darauf, dich am Donnerstag noch einmal persönlich zu sprechen, trotz meines Bekundens, dass dieses Gespräch wohl fruchtlos wäre, sollte es denn überhaupt stattfinden. Ich wollte es dir nur mal im Voraus schreiben, da du dir schon einmal der Ironie bewusst sein kannst, dass er als Personaldienstleister ausgerechnet eine Unternehmerin wie dich versucht zu kontaktieren.“
“Sklavenhändler reloaded.” (via torsten, der die Kritk für etwas übertriebn hält)
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Schlagwörter: Bundesagentur für Arbeit, Sklavenhandel, Zeitarbeit
Geblogged am 01 Feb 2012
In Nordkorea ist jetzt auch Kriegsverbrecher, wer mit seinem Handy telefoniert
In Nordkorea macht sich gerade, während der 100 Tägigen Trauerphase um Kim Jong-il, eine neue Hungerswelle breit. Die Menschen kämpfen täglich, ums nackte Überleben (was angesichts der dortigen, politischen Verhältnisse nichts neues ist). Jedenfalls versuchen sich einige an den benachbarten Grenze abzusetzen, was (wie nicht anders von Nordkoread zu erwarten) als Kriegsverbrechen geahndet wird. Neu ist aber auch, daß jetzt jeder Nordkoreaner der sein Mobilfunktelefon (insofern er überhaupt eines hat) nutzt, ebenfalls als Kriegsverbrecher eingestuft wird. Das bedeutet im schlimmsten Fall die Todesstrafe.
Offenbar ist das nordkoreanische Regime besorgt, dass es im Gefolge des Tods von Kim Jong-il zu Aufständen kommen könnte, hat sich die wirtschaftliche Lage in den letzten Jahren doch kontinuierlich verschlechtert. Mit dem Handyverbot will man wohl nicht zuletzt Berichte über die Situation außerhalb des Landes von der Bevölkerung fernhalten, gerade jene über die Aufstände im arabischen Raum, denen immerhin so manch anderer Langzeitdiktator weichen musste.
“North Korea threatens to punish mobile-phone users as ‘war criminals” (via der Standard)
Kleiner Fakt am Rande: “Phone usage is growing there, however just 1.1 million (less than 5 percent) of its 24.5 million population own a fixed-line telephone, while the country’s 3G network, described as “world class”, has an estimated 700,000 users.” [The Next Web]
Photo: Kim Jong Il via Wikimedia
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Abmahnungen? Panik Mache! Und was Megavideo (Premium) Kunden wirklich befürchten müssen
Eine Boulevard Magazin mit vier Buchstaben, daß sich auf “wild” reimt, hat gestern eine reißerische News die dem medialen Prinzip der Panik Mache sehr nahe kommt. Wer den Artikel bis zu Ende gelesen hatte, wird wissen, daß die Headline und Inhalt der Meldung zwei verschiedene Paar Schuhe gewesen sind, weswegen man auch gut und gerne darauf verzichten kann, diesen Artikel hier zu verlinken.
Ein Artikel der dafür den Link wert ist, ist jener von Udo Vetter, den er im Law Blog als Reaktion auf die Meldung der “Wild”-Zeitung veröffentlicht hat:
Nach dem unfreiwilligen Ende von Megaupload stellt sich für viele Nutzer die Frage, ob sie Abmahnungen oder gar Ärger mit der Polizei zu befürchten haben. Eine Boulevardzeitung schürt aktuell Panik, indem sie im Zusammenhang mit der Verhaftung von Kim Dotcom Schmitz von einer Abmahnwelle erzählt, die – angeblich – Deutschland überrollt. Das mit der Abmahnwelle ist richtig. Aber sie hat mit Megaupload oder anderen Filehostern nichts zu tun.
“Was Megaupload-Kunden befürchten müssen” (kurz gesagt: “Gar nichts!”, nicht einmal die Kunden, die über einen Premium Account verfügten)
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Schlagwörter: Abmahnung, Internet, Megavideo, Recht und Ordnung
Geblogged am 31 Jan 2012
“Was glauben Sie ist kaputter? Die Costa Concordia? Das Amt des Bundespräsidenten? Oder die FDP?”
Vergangenen Freitag meldete sich die ZDF “heute-show” wieder aus der Winterpause zurück und hatte in Sachen Christian Wulff dementsprechend viel nachzuholen. [YOUTUBE, via Facebook]
Die Komplette Folge vom 27. Januar 2012 gibt’s in der ZDF Mediathek zu sehen.
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Schlagwörter: heute-show, Satire
Geblogged am 31 Jan 2012







