Amnesty International: Mehr Verantwortung bei der Polizei (Spot)

Ehrlich gesagt – ich bin ein grosser Fan von den Videos aus dem Hause Amnesty International. Besonders der Clip “Frau im Koffer“, ist das was ich als sehr, sehr gelungenes Guerilla Marketing bezeichne. Aber anders als damals gegen Menschenhandel, widmet sich Amnesty nun den Menschenverbrechern bei der Polizei. Jup – richtig gelesen. Den Verbrechern in den Reihen der Polizei! Soll´s auch geben – “Freund und Helfer” stimmt nicht immer ..

Dieser Clip zeigt drei Fälle rechtswidriger Polizeigewalt in Deutschland. Drei Fälle aus dem aktuellen Bericht von Amnesty International. Drei Fälle, in denen niemand zur Rechenschaft gezogen wurde.

Die ganze Kampagne nennt sich “Mehr Verantwortung bei der Polizei” und soll wachrütteln.

Mehr Verantwortung bei der Polizei:
Eine Kampagne von Amnesty International

Täter unbekannt…
Rechtswidrige Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung durch Staatsorgane sind Menschenrechtsverletzungen. Doch wenn die Täter Polizisten sind, gehen sie oft straffrei aus. In vielen Fällen. Auch in Deutschland.

Zu oft bleiben die Täter im Dunkeln und der Staat tatenlos.

Nichts zu verbergen?
Die Menschenrechte müssen geschützt werden. Der Staat muss handeln. Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht ungesühnt bleiben, weil Täter nicht erkennbar sind oder weil nicht ordentlich ermittelt und die Aufklärung verhindert wird.

Die Polizeiarbeit in Deutschland braucht mehr Transparenz.

Transparenz schützt Menschenrechte.
Wir brauchen Erkennbarkeit durch eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Wir brauchen Aufklärung durch unabhängige Untersuchungen. Wir brauchen Schutz durch Dokumentation. Und Prävention durch Menschenrechtsbildung. Wie in anderen Ländern auch.

Damit die deutsche Polizei die Menschenrechte achtet.

Besonders beschissen – darf man dem Spot glauben (und ich tu´ dies), ist ja der Aspekt, dass die Täter, die Polizisten, in dem Falle nicht mal rechtlich belangt worden sind. Fragt man sich doch: Geniessen solche “Menschenrechtsverbrecher” Anonymität, wie man es aus Hollywood Filmen bei Botschaftern kennt? Können Sie die Sau raus lassen und kein Schwein interessierts?

Wie dem auch sei. Man darf gewiss nicht alle Polizisten über einen Kamm scheren. Wie sachte´ jemand mal zu mir: “Arschlöcher gibt´s überall – und eigentlich brauchste auch gar nicht lange suchen, um eines zu finden!”




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Geblogged am 08 Jul 2010

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