ARD Reportage “Die KiK-Story: Die miesen Methoden des Textildiscounters”
(Die KiK-Story: Die miesen Methoden des Textildiscounters – ARD Exclusiv – NDR )
Am gestrigen Abend zeigte das erste deutsche Fernsehen, die ARD, um kurz vor zehn eine Reportage des NDR aus. Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden. Eine Reportage über den Discounter KIK, dessen Geschäftsprinzip und Machenschaften. SPIEGEL Autor Christian Teevs formulierte das ARD Spektakel, dass rund 4 Millionen Zuschauer in Deutschland verfolgten, so: “Das schäbige Geschäft der Preisdrücker – Billig, billig, billig: Das ist die Devise des Textilhändlers Kik. Möglich werden die Dumpingpreise durch die miese Bezahlung von Mitarbeitern und Nähern [..]“
Und nachdem man die Reportage (oben das Video – dank der ARD in voller Länge. Thx!) gesehen hat, sieht man den Textildiscounter KIK, falls nicht schon vorher, mit ganz anderen Augen.
Schnipsel aus dem Youtube Channel:
Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen.
Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro.
Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande — und wer muss dafür bezahlen?
Ich möchte jetzt nicht die ganze Reportage darlegen, niederschreiben oder interpretieren. Das würde den Rahmen dieses Blogs sprengen und ausserdem sind SPIEGEL, NTV und viele andere Gazetten da schon zuvorgekommen. Es wäre wahrscheinlich auch unangebracht. Das Filmchen zeigt schon alles. Alles was man als “Basic” wissen muss und viel besser könnte man jene schändlichen Impressionen, die diese Doku hinterlassen hat, auch wirklich nicht wiedergeben.
Wahl, Wahrheit oder Pflicht
Aber ein paar Gedanken, die in der Reportage nicht “tiefgehend” fortgeführt worden sind, interpretieren. Darf man dem Film von Christoph Lütgert glauben? Ich denke schon. Wie es in der Reportage heisst, ging KIK gegen die NDR Produktion und Ausstrahlung (im öffentlich rechtlichen Fernsehen) gerichtlich vor. Verlor aber – und so bekamen wir gestern Abend Einblicke in die Welt des KIK Imperiums und seine Machenschaften.
Spektakulär wohl auch der Umgang KIK´s mit seinen Mitarbeitern: Im eiskalten, frostigen Winter ohne Heizung arbeiten (ob das jetzt ein Einzel- oder Massenfall war, sei mal dahingestellt). Müll mit nach Hause nehmen – um Müllabfuhr Kosten zu sparen. Vom mikrigen Stundenlohn ganz zu schweigen. Und das Auflauern und regelmässige “Taschendurchsuchen” der Bezirksleiter seiner “Untergebenen” setzt dem ganzen einfach nur die Krone auf. Siehe auch der Quantensprung zu den Näherinnen in Bangladesch.
Geil auch, wie KIK selber das ganze sieht. Nach dem Motto – wir wollen “sichere Arbeitsplätze mit Perspektiven” – schaffen. Kein Witz. So zitiert Yahoo News, bzw. die AFP den Discounter am 3. August 2010 – ich hab den Absatz dreimal gelesen, nur frage ich mich immer noch, “Was zum Henker ist die Perspektive?” – Kann es nur noch besser werden für die Angestellten? Vielleicht eine Heizung im Winter? Keine Ahnung – ich hadere immer noch an und mit meinem Verstand.
Verona und die Werbung
Dann wäre da noch Verona Pooth. Die Geschäftsfrau. Das (neue) Werbegesicht des Textildiscount. Für die “Billigheit” Kik´s wirbt …
KIK TV Werbung – Verona Pooth Kollektion Spot 1
Hier. Hier und Hier noch weitere TV Spots bei Youtube mit Verona.
Hier nochmal der Ausschnitt aus der NDR Reportage samt Ihrem Auftritt:
Ich bin kein Psychologe, aber mir scheints, als sei Ihr das Gespräch und die Frage ziemlich peinlich. Sie weicht aus. Ohne jetzt auf Verona rumhacken zu wollen, aber da fragt man sich doch, “Wieso wirbt sie für KIK?”, “Weiss Sie nicht wie da der Hase läuft? Wusste Sie es wirklich nicht? Haben Ihre Berater schlechte Arbeit gemacht? War´s einfach nur das verlockende Geld? Wobei ich mich frage, wenn man seinen Angestellten nur etwa 5 Euro die Stunde gibt, wieviel investiert KIK dann in ein Werbegesicht? Auch Discountermässig? Was?” – Wie gesagt, auf Verona will ich nicht druff, Ihr Engagement wirft dennoch Fragen auf.
Und wo ich jetzt doch mehr geschrieben hatte, als eigentlich gewollt. Einfach nur ein Schlussvideo aus dem Hause Amnesty International:
Tweet
Schlagwörter:
Geblogged am 05 Aug 2010
-
http://www.serien-load.de/blog/daniela-katzenberger-werbung-gib-mir-die-118000-baby/ Daniela Katzenberger Werbung – Gib mir die “118000″, Baby .. | Daniela, Katzenberger, Werbung, Werbegesicht | Serien-Load.de


