“Rolling-Shutter-Effekt” Beispiel anhand eines Flugzeug Propeller

Hast Du jemals einen Flugzeug Propeller wie jenen, aus dem Video oben gesehen? Einen, der augenscheinlich seine Propeller abwirft? Einen nach dem anderen? Imposant, nicht wahr? Wissenschaftler sprechen hierbei vom Rolling-Shutter-Effekt.

Solange das Motiv unbewegt ist, werden alle Bildpunkte an ihrer korrekten Position belichtet, unabhängig davon, wann die entsprechenden Punkte belichtet wurden. Werden jedoch Aufnahmen von bewegten Motiven oder mit bewegter Kamera mit nacheinander belichteten Zeilen beziehungsweise Spalten aufgenommen, kann es zum Rolling-Shutter-Effekt kommen. Eine gerade Linie wird bei einem Kameraschwenk oder einem bewegten Motiv als abweichend geneigte Linie, bei einer beschleunigten Bewegung sogar gekrümmt dargestellt.

Der Effekt taucht typischerweise auch bei Bildwandlern in CMOS-Technik auf, da diese in der Regel nur eine zeilen- beziehungsweise spaltenweise Signalauswertung zulassen. Ferner kann der Effekt auch bei fotografischen Aufnahmen mit Schlitzverschluss auftreten. Er tritt hierbei besonders deutlich zu Tage, wenn das Motiv mit einem Stroboskop beleuchtet wird.

Hochauflösende Camcorder und videotaugliche Digitalkameras werden zunehmend mit CMOS-Bildwandlern ausgestattet, die die früher üblichen CCD-Sensoren ersetzen. Durch die CMOS-Bildwandler kann es bei diesen Geräten zum Auftreten des Rolling-Shutter-Effektes kommen. Wie bei der Fotografie tritt dieser Effekt durch diagonale Verzerrung bei der Aufnahme von schnell bewegten Motiven in Erscheinung, darüber hinaus führen stärkere Vibrationen des Aufnahmegerätes, wie sie zum Beispiel bei Aufnahmen aus einem Fahrzeug vorkommen, zu einer starken Verzeichnung des gesamten Bildes, wodurch die Aufnahmen unter Umständen unbrauchbar werden.




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Geblogged am 31 Aug 2010

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