Zuckerbrot statt Peitsche für Zigarettenstummler
Zigarettenstummel auf Strasse, Gehsteigen und in Fussgängerzonen sind ein normales Bild. Zumindest in einigen Örtchen, Dörfen und Städten. Wobei dies natürlich auch wieder von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt verschieden ist.
Während die Düsseldorfer Altstadt zu Rush Hour Zeiten (manchmal) wie ein riesiger Aschenbecher ausschaut, sehen die Strassen in der Münchner Innenstadt so aus, als könne man dort vom Boden speisen. Dummer Spruch, aber trifft weitesgehend nun einmal zu. Nun gut. Kommen wir zum eigentlichen Thema. Wie wird man dem Schmutz der Lage her?
In einigen Städten und Ländern dieser Welt gibt´s (harmlose oder) deftige Geldbussen, für diejenigen unter uns Strassenverpestern, die einen Kippenstummel, mir nix, dir nix von sich schnipsen.
Ob Sanktionen so vielversprechend sind, sei mal dahingestellt. Vielleicht sind Sie abschreckend. Aber schon als jeder von uns Kind war, wusste er den Reiz des verbotenen zu schätzen.
Zuckerbrot statt Peitsche
Anderlands, genauer gesagt in China, versucht man jetzt auf andere Art und Weise, Kippenstummel von den Strassen zu verbannen. Und zwar mit Geld, wie China Daily berichtet.
Xianyang, eine Stadt im Norden Chinas, zahlt Ihren Bürgern für jeden Zigarettenstummel Geld. Nicht sonderlich viel. Nur – pimaldaumen – umgerechnet einen halben Cent pro Kippe.
Mit ihren Zahlungen ist die Stadt aber im Rückstand: Bislang wurden erst rund 11.000 Euro für zwei Millionen der eingesammelten Zigarettenreste ausgezahlt.
Berichten zufolge sollen die fleissigen Sammler – einer soll alleine 7.500 Stück abgeliefert haben – allerdings auch gerne mal fuschen und einfach die Aschenbecher von Mülleimern und Cafe´s ausleeren. Wer hätte das gedacht? ;)
Jetzt fragt man sich doch: Wann kommen unsere Politiker auf diese grandiose Idee, Hartz IV Empfänger auf Schnitzeljagd Stummelpirsch zu schicken?
Photo Credit: lanier67 [Flickr User]
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Geblogged am 28 Okt 2010
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