Die Simpsons nun auch im Iran verboten
Nach die iranische Polizei schon Barbie & Ken Puppen anfang des Jahres verboten hatte (vielleicht weil man die nackig ausziehen konnte) wurden jetzt auch die Simpsons Figuren verboten. Barbie und Ken wurden übrigens iranisiert. Rechts auf dem Bild. Die lassen sich wahrscheinlich nicht mehr nackig machen. Der Focus berichtet über den Simpsons-Putsch, der ohne Angaben von Gründen erfolgte. Aber aus dem Westen kommt bekanntlich eh sehr viel böses. Von daher:
Karriere-Aus für „Die Simpsons“ im Iran: Erst wurde Barbie aus den Spielzeuggeschäften verbannt, nun gilt auch für Simpsons-Figuren ein Verkaufsverbot. Die Puppen der erfolgreichen US-Zeichentrickserie dürften nicht mehr die Ladenregale im Iran füllen, meldete die Tageszeitung „Sharq“ am Montag unter Berufung auf das staatliche Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern. Der Iran wolle weder das Spielzeug noch die Filme, sagte Mohammed-Hossein Farjou vom Institut. Gründe nannte er nicht. Superman und Spiderman dürfen dagegen bleiben. Sie unterstützten die Unterdrückten, sagte Farjou.
“Kulturkrieg: Verbot von „Die Simpsons“ im Iran” (via serienload)
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Schlagwörter: Die Simpsons, Iran, Verbot, Zensur
Geblogged am 06 Feb 2012
Twitter erklärt, “wie Nutzer die Zensur umgehen können”
Twitter hat gestern mit dem Post “Tweets still must flow” im hauseigenen Artikel für jede Menge Furore gesorgt. Und vor allen Dingen hat man eines gemacht, sich selber in die Schußlinie gebracht.
Kurz gesagt, hat der Microblogging Dienst angekündigt, länderspezifisch Tweets zu zensieren (wobei “blockieren” vielleicht das treffendere Wort ist), insofern diese nicht bestimmten Regularien jeweiliger Nationen oder der Netiquette entsprechen. Anders ausgedrückt: irgendwelchen Regierungen, oder Privatpersonen nicht passen.
“The open exchange of information can have a positive global impact … almost every country in the world agrees that freedom of expression is a human right. Many countries also agree that freedom of expression carries with it responsibilities and has limits.”
As we continue to grow internationally, we will enter countries that have different ideas about the contours of freedom of expression. Some differ so much from our ideas that we will not be able to exist there. Others are similar but, for historical or cultural reasons, restrict certain types of content, such as France or Germany, which ban pro-Nazi content.
Jannis hat das auf Netzfeuilleton (via netzpolitik) so interpretiert: “Dabei will man sich wohl an die jeweils lokalen Gesetze halten, so ist in dem Beitrag explizit die Rede von Deutschland und Frankreich, die Nationalsozialistische Inhalte verbieten. Gemeint sein dürften aber eher Länder wie China. Mit der Selbstunterwerfung der Zensur sichert sich Twitter den Zugang zum chinesischen Markt, momentan ist dort vor allem der Microblogging-Service von Sina Weibo verbreitet. Andere Dienste, wie Baidu und Fanfou wurden dort bereits abgeschaltet, weil so kritische Themen wie Menschenrechte oder Liu Xiaobo angesprochen wurden.” Und weiter: “Ein Assad wird sich in Syrien nicht mehr die Mühe machen müssen alle Nachrichten seines Volks zu überwachen, er erlässt ein Gesetz, dass kritische Inhalte verboten sind und dann übernimmt das Twitter für ihn.”
Und damit dürfte er den Nagel auf den Kopf getroffen haben.
Mittlerweile, und seit dem ersten Buzz im Web kurz nach Veröffentlichung gibt es einige Updates und weitere Reaktionen:
T3n.de versucht zu erklären: “Warum Twitters Ankündigung keine Zensur ist“. Netzwertig erklärt das “umgehen des geblockt seins/werdens” etwas ausführlicher und auch Golem hat seinen Artikel dahingehend geupdatet und einen Snippet hinzugefügt: “Um festzustellen, aus welchem Land ein Nutzer kommt, zieht Twitter allerdings nicht die IP-Adresse des Nutzers heran, sondern die Ländereinstellung im Nutzerprofil, wie Twitters europäische Pressesprecherin Rachel Bremer Netzwertig.com erläuterte. Twitter gibt Nutzern damit bewusst die Möglichkeit, die Sperren leicht zu umgehen.”
Jürgen Vielmeier schreibt auf Basicthinking über “Die Schattenseiten der Kostenloskultur”: “Die Frage ist: Dürfen wir uns darüber beschweren? Facebook, Twitter und Google bieten ihre technisch hervorragenden Dienste kostenlos an. Das Geld muss irgendwo herkommen, man muss neue Einnahmequellen erschließen.”
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Schlagwörter: Social Network, Twitter, Zensur
Geblogged am 27 Jan 2012


